Slogan

Den Charme und die Schönheit alter Dinge zu erkennen, heißt durch Schmutz, Rost und Farbe zuschauen.

Donnerstag, 12. März 2015

Paraguay Teil 2

Agrarkulturreise nach Südamerika
In Paraguay Teil 1 erwähnte ich ja schon, das wir in dem wunderbar ruhigen Hotel Florida abgestiegen sind. Es hat einen super Pool den wir bei Temperaturen von 31-35° auch gerne nutzten. Filadelfia wird von deutschstämmigen Mennoniten, Paraguayern und Indianern bewohnt. Es gibt alles was man zum leben braucht. Apotheke, Supermarkt, Krankenhaus, Schule, Museum und Restaurants. Diverse kleine Kolonialwarenläden, Waffenläden und einen süßen Indianerladen , den die Reisegesellschaft fast leer gekauft hat.Tolle handgefertigte Dinge der verschiedensten Indianerstämme gab es dort für wenig Geld zu haben. Das Umrechnen mit dem Geld war immer etwas gewöhnungsbedürftig. Denn 1 €uro sind ca. 5270 Gurani. Wir hatten also immer Millionen in der Tasche. :O) 
Da es zwischen zeitlich immer mal ein wenig geregnet hatte, war der Aktionsplan etwas durcheinander geraten.
Denn die Sandpisten sind bei Regen nicht befahrbar. Der Boden wird wie Schmierseife und man fährt als würden wir bei uns Blitzeis auf der Straße haben. 
Viel zu gefährlich. Also machten wir das Museum unsicher und ließen uns über die Besiedlung der Kolonie Fernheim informieren, wer wollte konnte eine Besichtigungstour zum hiesigen Schlachthof machen. 
Ich war dann lieber im Pool. :O)
Ein Flug mit einer Propellermaschinen über den Chaco war auch dabei.
 Unendliche Weite, Busch, Wiesen und Rinder. 
Sehr beeindruckend. 
Abends gab es dann die Jubiläumsfeier unseres Freundes 

mit Asado und reichlich Bier und Zuckerrohrschnaps. 
Ich glaube wir haben den Biervorrad in Filadelfia leergetrunken, was nicht schlimm ist, denn Mennoniten trinken keinen Alkohol.
Am nächsten Tag ging es mit zwei Kleinbussen über die abenteuerlichen Schmierseife-Sandpisten zur Estancia Stella,
der Farm unseres Freundes. 
Ein Kleinlaster hat während der Fahrt eine Scheibe eingebüßt. Schwund muss sein und wird in Südamerika mit einem Schulterzucken notdürftig repariert. 
Was soll man auch machen mitten im Busch? 
Auf “Stella“ angekommen sind wir auf einen Erdnussanhänger mit Trecker davor umgestiegen 
und über einen Teil des riesigen Arenals gefahren. 
Dir Arbeiter überwiegend Indianer zeigten uns wie man mit Rodungsmaschinen 
den Busch bekämpft um das kostbare Weideland für die Rinder zu erhalten.
Am Coral wurde ein Lager aufgeschlagen und von dort aus gingen alle weiteren Aktivitäten los. 
Rinder treiben auf dem Pferd, was wirklich nicht so einfach ist kann ich Euch sagen, mit dem Motorcrossrad durch den Busch, 
 
Rinder Impfen, Brandzeichen setzen und kastrieren :O( . 
Gehört alles mit zum Farmleben dazu. 
Dann noch schießen auf Tontauben 
und harmlose Kakteen. 
Während der ganzen Zeit hatte es ca. 40°Grad und wir waren am Ende alle ziemlich fertig aber auch total geflasht. 
Ein tolles Erlebnis. 
Ein Andenken hatten wir fast alle.
 Denn vom Pumpgun schießen bekommt man ziemlich blaue Flecke. 
Die hatten wir dann in allen Farbnuoncen bis Urlaubsende. :O)
Ach und DAS Zeug hat uns den ganzen Urlaub über begleitet. 
Es ist der "Yerba Mate" Tee, der kalt aus einem Becher mit einem speziellen Strohalm getrungen wird. 
Aber mehr dazu in Paraguay Teil 3. 
Ich hoffe ich langweile Euch nicht...:O)

1 Kommentar:

  1. Liebe Petra,
    Danke für deinen schönen Bericht!
    Es ist sowas von Heimat für mich, es ist der Wahnsinn!
    Sei ganz lieb gegrüßt und bis zum nächsten Mal
    Ella

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